Von Obertauern über die Südwiener Hütte

Der Rothenwaendersee oberhalb des Großkessels (Tauern Höhenweg 02)

AM TAUERN HÖHENWEG VON OSTEN NACH WESTEN!

Wer den Tauernhöhenweg von Osten nach Westen geht, durchquert unschwer, aber aufgrund der Distanzen doch recht anstrengend die einsame Bergwelt der Niederen Tauern. Auch aus dieser Richtung kommt man auf lohnendem Weg zur Franz Fischer Hütte, besonders ausdauernde Bergwanderer schaffen es an einem Tag von Obertauern bis zu uns, aber auch nur die Etappe von der Südwiener Hütte bis zur FFH ist sehr weit und konditionell fordernd.

Von Obertauern westwärts startet der Zentralalpenweg 02 (in diesem Bereich gleichverlaufend wie der Tauern Höhenweg), bis zur Südwiener Hütte sind es ca. 2 Stunden, nördlich vorbei an Großwandspitzen, Hengst und Pleißlingkeil, immer auf angenehmem Bergpfad ohne technischen Schwierigkeitsgrad.

Nach stärkender Einkehr bei Robert & Tanja auf der gut beirtschafteteten Südwiener Hütte geht es südwestlich weiter, eine zeitlang unterhalb mächtiger Hochspannungsleitungen hinauf zur Taferlscharte, die ihren Namen bereits in alten Zeiten von einem schönen Flurdenkmal erhalten hat. Steil hinab geht es dann in den sogenannten Großkessel. Hier durchquert tief unter uns der Tauerntunnel den Alpenhauptkamm, den man aber nur an einer Stelle bemerkt, wo mächtige Belüftungsschächte sich an der westlichen Flanke des Großkessels erheben. Sodan geht es den Höhenweg weiter hinauf, vorbei am Rothenwändersee und letztlich hinüber zur Jakoberalm, früher bewirtschaftet, aber jetzt nur mehr die sommerliche Bleibe der Almbauern. Nun ist es nicht mehr weit bis zur FFH, noch einmal hinauf bis auf die Flanke unterhalb des berühmeten Mosermandls und vorbei am wohl mystischsten See der ganzen Umgebung, dem Essersee, in dessen mäandernden Armen sich bei gutem Wetter die schroffen Felsen der Radstäster Tauern spiegeln. Vom Essersee bereits in Sichtweite befindet sich die Franz Fischer Hütte, die nach langem Fußmarsch mit stärkenden Köstlichkeiten aus Evelyns Pflanzenküche aufwartet.

HINWEIS: Im Juni kann die Passage nahe der Taferlscharte aufgrund der hartnäckigen Schneefelder noch schwer passierbar sein!

GEHZEIT: Je nach Kondition und Bergerfahrung 6 – 8 Stunden (von Südwiener Hütte zur FFH), von Obertauern sind es gute 2,0 Stunden mehr.

SCHWIERIGKEITSGRAD: Keine alpintechnische Schwierigkeit, aber aufgrund der Distanz nur für ausdauernde Bergwanderer geeignet. Zwischen Südwiener und FFH keine Versorgung verfügbar, also ausreichend Proviant mitnehmen!

Das „Taferl“, das der Taferlscharte ihren Namen gegeben hat

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